Aktuelles, Veranstaltung

Bibliothekseinführung – interaktiv und ohne Technik!

Viele Infos, viele Regeln – das kann schnell langweilig werden! Bibliothekseinführungen können auch spielerisch und mit wenig Aufwand (und Technik) die Basics vermitteln! Beispielbibliothek: Schul- und Stadtteilbücherei Dreieich – Weibelfeldschule. Die Elemente können einfach an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden.

Einführung Stand 2020 - Werbung Web

Und so geht’s:

Teil 1: Was stimmt und was nicht? – 15 Min.

(Ziel: interaktives Kennenlernen der Regeln, Möglichkeiten und Ausleihe der Bücherei)

Auf dem Boden liegen zwei Plakate: ein rotes mit einem Kreuz (falsch) und ein grünes mit einem Häkchen (richtig). Es werden Aussagen vorgelesen und jede*r muss sich entscheiden: richtig oder falsch? Die Antwort wird mit dem eigenen Standort deutlich gemacht, man kann auch dazwischen stehen -> die korrekte Lösung wird anschließend besprochen

Beispiel-Aussagen:

  • „Wenn ich etwas im Regal nicht finde, hilft mir mein*e Klassenlehrer*in.“
    • Falsch! Du fragst am besten das Büchereiteam oder nutzt den Katalog!
  • „Wenn ich meinen Ausweis vergessen habe, frage ich einfach eine*n Freund*in.“
    • Falsch! Nur für dich selber ausleihen, Ausweis nicht hergeben!
  • „Die Bibliothekarin wohnt in der Bücherei, darum ist eigentlich immer geöffnet.“
    • Falsch! Aber immerhin 38,5 Stunden ist geöffnet!
  • „Wer viel liest, bekommt ein Geschenk!“
    • Richtig! Als Probeleser werden Vielleser mit kleinen Preisen belohnt.
  • „Der Ausweis kostet 2 €!“
    • Falsch! Der erste ist umsonst. aber auch:
    • Richtig! Ist der erste verloren gegangen kostet der nächste 2,-/3,-.
  • „Für Schulaufgaben kann ich mir ein Tablet ausleihen!“
    • Richtig! Und zwar nur dafür.
  • „Man kann mit dem Büchereiausweis Musik downloaden und E-Books ausleihen.“
    • Richtig! Mit Freegal und der Onleihe.

 

Teil 2: Sei ein*e Bibliothekar*in! Sortiere! – 20 Min.

(Ziel: Bestand und Sortierung kennen lernen)

Teilnehmer*innen bekommen verschiedene Medien bzw. suchen sich gezielt ein Medium aus, je nach Zeit (z.B. 1 Spiel, 1 Zeitschrift, 1 Sachbuch, 1 DVD, 1 Hörbuch, 1 Musik-CD, 1 Roman) und müssen sich in der Reihenfolge der Sortierung aufstellen, ein Team just for fun oder zwei Teams gegeneinander – sortiert wird nach:

  • Gewicht: leicht zu schwer (Waage bereithalten)
  • Ausleihzeit: kurz zu lang
  • Alter des Mediums: alt zu neu
  • Alphabet: nach Titel

Bei der Kontrolle, ob die Sortierung stimmt, kann nebenbei auf Signaturschilder, auf Barcode/RFID-Chip u.ä. hingewiesen werden.

Teil 3: Stöberphase – 5-15 Min.

Aktuelles, Makerspace, Veranstaltung

Thema Datenschutz – spielerisch lernen mit den KryptoKids

KryptoKids ist ein medienpädagogisches Projekt für Jugend- und Bildungseinrichtungen zum Thema Datenschutz im Internet. Mithilfe von interaktiven digitalen und analogen Spielelementen werden die Kinder Teil einer spannenden Detektivgeschichte. So vermittelt KryptoKids auf spielerische und kooperative Weise, wie wichtig Datenschutz und Sicherheit im Internet sind. Das Projekt kann kostenfrei, selbstständig und ortsungebunden mit 8-12-Jährigen durchgeführt werden. Zum YouTube-Kanal hier klicken.

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Aktuelles, Veranstaltung

Lesefest

Lesefest_Programmheft2018_CoverIm Rheingau-Taunus-Kreis haben zahlreiche Bibliotheken den Tag der Bibliotheken am 24. Oktober zum Anlass genommen eine gemeinsame Aktion zu starten. Ziel war es, die Leseförderung im Rheingau-Taunus-Kreis zu stärken und den Blick auf die Bibliotheken des Kreises zu lenken. Die Aktion wird von Landrat Frank Kilian unterstützt. Programmheft: Klick auf Bild.

Aktuelles, Förderung/Sponsoring, Marketing, Veranstaltung

Wanderausstellungen

Interaktiv, attraktiv, nicht zu teuer und zielgruppengerecht: Wanderausstellungen können die Bibliothek als Dritten Ort etablieren und haben eine tolle Presse-Wirkung. Hier finden Sie eine (unvollständige!) Übersicht über ausgewählte Wanderausstellungen, die Bibliotheken in ihre Räumlichkeiten holen können.

Die Schul- und Stadtteilbücherei Dreieich – Weibelfeldschule hat die ersten drei Ausstellungen für 2019 und 2020 gebucht, sie passen besonders gut zu unserer jugendlichen Zielgruppe. Über unsere Erfahrungen werden wir berichten.

Wanderausstellungen Übersicht

noch nicht in Übersicht: http://www.big-berlin.info/medien/echt-fair

Mensch du hast Rechte!

Fortbildung, Leseförderung, Veranstaltung

AKKJ bei #konkiju17

Auch der AKKJ ist bei den Fachtagen für Kinder- und Jugendbibliotheken vertreten! Die Konferenz wurde unter http://www.jugendbibliothek21.de dokumentiert und ist über #konkiju17 im Internnachlesbar. Eindrücke, Ideen und Trends gibt’s auf einer der nächsten AKKJ Sitzungen.

 

Protokolle, Veranstaltung

Unser AKKJ-Jubiläum – Bericht

AKKJ feiert 30-jähriges Bestehen

Zu seinem 30-jährigen Bestehen richtete der AKKJ (Arbeitskreis Kinder- und Jugendbibliotheken Rhein-Main-Taunus) in der Stadt- und Schulbibliothek Kelsterbach eine Jubiläumsfeier aus, um zu diesem Anlass Gründer, Teilnehmer und alle interessierten Besucher zu versammeln. Insgesamt 80 Besucher wurden empfangen. Aus den ehemals sieben Gründerinnen ist über die Jahre ein Team aus mittlerweile 41 teilnehmenden Bibliotheken entstanden. In regelmäßigen Treffen (i. d. R. viermal im Jahr) diskutieren die teilnehmenden Bibliothekarinnen und Bibliothekare über anfallende Kinder- und Jugendthematiken, tauschen sich aus und entwickeln gemeinsam Lösungsansätze. Über den Wert der Anschaffung von elektronischen Buch-Stiften wurde bereits diskutiert, Best-Practice-Bibliotheken betrachtet, Lösungen für Kinderbibliotheks-Internetseiten entwickelt. Internationale Kinderbuchhandlungen sind ein Thema für das nächste Treffen. Beiträge über Erlebtes und Referate zu aktuellen Themen werden allen Anwesenden im Kreis der Mitgliederversammlung und nachträglich über die AKKJ-Website zugänglich gemacht. Fester Bestandteil aller Treffen ist die Vorstellung neuer Medien für Kinder und Jugendliche. Genug Zeit bleibt auch immer für den praktischen Erfahrungsaustausch. Ob es um Veranstaltungsideen, Vorschläge für Lesereisen, um Kooperationspartner oder um Bilderbuchkino geht – der Arbeitskreis Kinder- und Jugendbibliotheken Rhein-Main-Taunus weiß Rat, schafft Kontakte und bereichert die Teilnehmer immer wieder mit neuen Ideen.

Das Jubiläum dieses Jahr steht nicht allein: 30 Jahre gibt es schon die Zeitschrift „Eselsohr“, 20 Jahre Jubiläum feiert Kinderbuchfigur Hexe Lilli, seit 30 Jahren begeistern Helme Heines „Freunde“ die Kinder, seit 50 Jahren der Räuber Hotzenplotz – und vor 200 Jahren wurde die erste Ausgabe der Grimm’schen Märchen herausgegeben.

Anlässlich des Jubiläums wurde der Tag nicht nur festlich, sondern auch fachlich gefeiert. Nach der Ankunft und Begrüßung durch den Kelsterbacher Stadtrat Kurt Linnert begrüßten Sprecherin Meike Kaiser und stellvertretende Sprecherin Katja Harjes die Anwesenden. Im Anschluss berichteten Mitgründerinnen Prof. S. Krüger und Frau Lange-Etzel aus der Anfangszeit des AKKJ, unter dem Motto „Der Beginn einer wundervollen Freundschaft“. Der Einblick in die sich anfangs recht schwierig gestaltete Gründung und die Durchsetzung gegen zahlreiche Widrigkeiten machte allen Teilnehmern bewusst, wie sehr sie vom Durchhaltevermögen und dem Einsatz der Gründerinnen noch heute profitieren. Mit viel Engagement, vor allem in ihrer Freizeit, organisierten sie damals die Treffen, die auch noch nicht in den Bibliotheken stattfanden, obwohl sie bereits für die Bibliotheksarbeit wirkten. In den 80er Jahren waren Zusammenschlüsse dieser Art zum Austausch, das „Cloud-Denken“, noch nicht wie heute als produktiv angesehen – dementsprechend war auch der Gegenwind vor den Treffen von Seiten der Vorgesetzten zu spüren.

Zwei Vorträge von renommierten Fachreferenten aus dem Bereich der Kinder- und Jugendliteratur bildeten das Hauptprogramm des Vormittags. Herr Prof. Dr. H.-H. Ewers von der Goethe-Universität aus Frankfurt hielt den Vortrag „Fantasy, Future Fiction und Dystopien. Jugendliteratur für eine neue Generation“. Der Trend zur Dystopie wurde nachvollziehbar auf das Bewusstsein zahlreicher Katastrophen, die weltweit geschehen und geschehen können und täglich mehrfach über die Medien vermittelt werden, bezogen. Dem Bewusstsein einer vielfach gefährdeten Umwelt und dem Wunsch nach Verarbeitung dieser drohenden Gefahr wird mit Geschichten, in denen die Wende zur totalen Kontrolle, zur bereits statt gefundenen Katastrophe oder dem im eigenen Land bereits laufenden Krieg bereits vollzogen wurde, entsprochen. Die Hinführung interessierter Jugendlicher an realere Katastrophenthemen wie Kriege unserer Zeit legte Prof. Ewers unter Zuhilfenahme verschiedener Literaturbeispiele nahe. Die Fantasy- und Science Fiction-Literatur stünde untrennbar mit dem Thema Krieg und Naturkatastrophen in Verbindung, und die Überleitung zur realistischen Literatur war für die Teilnehmer ein ganz neuer Impuls. Im Anschluss an diesen Vortrag referierte Ralf Schweikart, ZEIT-Journalist und ehemaliger Redakteur des Bulletin Jugend & Literatur und Kinderbuchautor, über die neue Lust aufs Kinderbuch unter Einbeziehung der aktuellen Bestseller- und Neuerscheinungslisten. Er kommentierte den allgemeinen Trend, auch als Erwachsener Kinder- und Jugendliteratur zu lesen. Es sei längst nicht mehr infantil, sie öffentlich zu lesen, was sich auch bei den Bestsellern zeigt. Ein Blick zurück auf die Verleihung des deutschen Jugendliteraturpreises auf der Frankfurter Buchmesse und die prämierten Werke vermittelte ein Bild des derzeitigen Kinderbuchtrends. So entstand beim Hören von Schweikarts Vortrag ein bunter Teppich aus Eindrücken von Kinder- und Jugendliteratur, der neue Lust aufs Lesen bei den Zuhörern weckte. „Mir hat besonders gut gefallen, dass dieses Jubiläum nicht nur gefeiert, sondern auch mit Vorträgen fachlich gewürdigt wurde“, äußerte sich Susanne Buschbeck, Leiterin der Kinderbücherei aus Hanau, im Rückblick. Zum Abschluss der Vorträge wurde eine riesige AKKJ-Jubiläumstorte präsentiert.

Zum Mittagessen lud die Stadt Kelsterbach alle Teilnehmer in die Mensa der benachbarten IGS ein – zum Nachtisch gab es die Jubiläumstorte, die alle sättigte und trotzdem nicht ganz verzehrt werden konnte.

Nach der Mittagspause wurde die Ausstellung eröffnet: im Obergeschoss der Stadt- und Schulbibliothek hatten die teilnehmenden Bibliotheken und die Hessische Leseförderung Gelegenheit, sich, ihre Ideen und Projekte an Ständen vorzustellen. Die Vielfalt der Ideen zur Leseförderung von Kleinkindern bis Jugendlichen inspirierte Teilnehmer und Besucher gleichermaßen. Die Frankfurter Stadtbibliothek präsentierte unter anderem die Arbeit mit Reimen und das „Bücherpicknick“ mit Jugendlichen, die Hessische Leseförderung stellte das Projekt „Leseratte“ vor, bei dem Fragen zu Kinderbüchern von Kindern nach dem Lesen beantwortet werden. Nicht zuletzt fand das Projekt „Buchdurst“ Erwähnung, das in Zusammenarbeit mit dem AKKJ nach Hessen kam. Kelsterbachs Stadt- und Schulbibliothek stellte das Programm „Echte Kerle lesen/Starke Mädchen, starke Bücher“ vor, bei dem Jungen und Mädchen interessante Berufe und Bücher kennen lernen, und das in Kelsterbach seit 2008 fest im Leseförderprogramm integriert ist.

Adressen wurden ausgetauscht, Konzepte erklärt und diskutiert, und bis 16 Uhr wurde das Ausstellungsangebot von allen Anwesenden genutzt. Zum Ende der Veranstaltung verließen die Teilnehmer zufrieden mit dem fachlichen Austausch, mit viel neuem Gedankengut und mit der Vorfreude auf das nächste AKKJ-Treffen die Stadt- und Schulbibliothek. Rückblickend wurde vor allem die interessante Fortbildung gewürdigt sowie das Gelingen einer insgesamt gut organisierten und gelungenen Jubiläumsfeier.

Am AKKJ Interessierte, ob an einer Teilnahme oder Anregungen zum Thema Kinder- und Jugendbibliothek, können sich gerne über die Website akkj.de mit den Ansprechpartnerinnen der teilnehmenden Bibliotheken in Verbindung setzen.

Bericht 30.10.2012, Marlene Lindner (Stadt- und Schulbibliothek Kelsterbach)